Das eigene Ich


DAS EIGENE ICH


Jedes Kind weiß, dass die kristallklaren Wände des Ich im Laufe des Tages – man wird müde, man geht bald schlafen – allmählich trüber werden. Und wenn man schließlich eingeschlafen ist, kann man überhaupt nicht mehr durch die Wände sehen. Man ist sich der Außenwelt nur vage bewusst. Wenn man träumt, bewohnt man eine halluzinatorische Welt, die nur aus Erinnerungen besteht.

Wer schläft und träumt, bewohnt nicht die Welt, sondern das eigene Ich.

Quelle: FAZ Nr. 244 / Feuilleton S.34 / 19.10.2012 // Seelen-Sharing geht nur analog // von David Gelernter

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